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Zweitausend Jahre Geschichte – die Stadt am Deutschen Eck blickt auf eine bewegte und faszinierende Vergangenheit zurück. Hier am „Castellum apud Confluentes“, aus dem die heutige Stadt Koblenz wurde, vereinen sich Rhein und Mosel und bieten Besuchern ein grandioses Naturschauspiel. Nicht umsonst gehört das obere Mittelrheintal seit 2002 zum UNESCO Welterbe und glänzt mit seinen rebenbewachsenen Hängen, Burgen, Wäldern und steilen Felswänden.
Wahrzeichen von Koblenz ist natürlich das „Deutsche Eck“, jene Spitze die exakt das Zusammentreffen der beiden Flüsse markiert. Hoch zu Ross blickt Kaiser-Wilhelm über die Landschaft, das 37 Meter hohe Reiterstandbild ist weithin zu sehen und heißt Besucher die per Schiff ankommen schon aus einiger Entfernung willkommen.
Hier am Deutschen Eck, gleich hinter dem Ludwig-Museum, beginnt das Konrad-Adenauer-Ufer, das nahtlos in die Kaiserin-Augusta-Anlagen (Rheinanlagen) übergeht. Mehrere Kilometer erstrecken sich die Promenaden entlang des Rheinufers, die von Trinkhalle, Denkmälern und Skulpturen gesäumt werden und zu einem gemütlichen Spaziergang einladen. Gegenüber, auf der anderen Rheinseite erhebt sich die Festung Ehrenbreitstein, die aus über hundert Metern Höhe einen fantastischen Blick auf Koblenz, Rhein und Mosel erlaubt. In der großzügigen Anlage, übrigens die zweitgrößte, erhaltene Festung Europas, deren Anfänge bis auf das Jahr 1000 zurück gehen, sind heute das Koblenzer Landesmuseum sowie eine Jugendherberge untergebracht. Zurück auf der anderen Rheinseite können am Kurfürstlichen Schloss die herrlichen Gartenanlagen, die anlässlich der Bundesgartenschau 2011 neu gestaltet wurden, besichtigt werden.
Koblenz hat dem geschichts- und kulturinteressierten Besucher allerhand zu bieten. Von großen, prächtigen Bauten bis hin zu den kleinen, liebevollen Details, die einen Rundgang durch die Stadt angenehm ergänzen. Sehenswert ist sicherlich die Florinskirche. Aus dem 12. Jahrhundert stammen Langhaus und Türme, leider sind nur noch einige Teile der gotischen Wandbemalung des 14./15. Jahrhunderts erhalten geblieben. Kuriosum ist die Kanonenkugel im Gewölbe oberhalb des Taufbeckens – eine mahnende Erinnerung an die Beschießung der Stadt durch französische Kanonen im Jahr 1688. Katholisches Gegenstück zur Florinskirche ist die St. Kastor Basilika, ein ebenfalls romanischer Bau, mit dessen ursprünglichen Bau schon im Jahr 817 begonnen wurde. Auf dem Vorplatz erzählt die Inschrift auf dem Kastorbrunnen eine fast amüsante Episode aus Napoleons Russlandfeldzug.
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