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Klein aber fein – die Gemeinde Enkirch zählt keine zweitausend Einwohner, trotzdem bietet sie dem Urlauber alles, was für ein paar interessante, doch erholsame Tage nötig ist. Allem voran ist es natürlich die herrliche Landschaft, die die Besucher ins Moseltal zieht. Ob kurzer Spaziergang oder ausgedehnte Wanderung, die gut angelegten Wanderwege bieten viele Möglichkeiten, die Schönheiten der Natur zu entdecken. Vom Wanderweg der Lieder, dem Weinbaulehrpfad bis hin zu den europäischen Fernwanderwegen wird für alle Ansprüche etwas geboten. Besonderes Highlight: der Mosel-Camino, der auf 155 Kilometern Länge wunderschön entlang der Mosel verläuft und durch Schilder mit der gelben Jakobsmuschel hervorragend markiert ist.
Die Mosel liefert ebenfalls zahlreiche Unterhaltungsangebote. Beschaulich geht es zu auf einer gemütlichen Schifffahrt, wer gerne selbst aktiv ist, kann Paddelboot und Kanu anmieten. Ein Abschnitt der Mosel ist für Wasserskifahrer reserviert und oberhalb der Staustufe Enkirch gibt es Surf- und Segelmöglichkeiten. Auch Mountainbiker und Radsportfreunde finden auf dem Mosel-Radweg oder dem Maare-Mosel-Radweg Gelegenheit zu ausgiebigen Touren mit herrlichen Ausblicken.
Der Ort selbst, die „Schatzkammer rheinischen Fachwerkbaues“, besticht durch liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, blumengeschmückte Fenster und wildromantisch bewachsene Torbogen und Mauern. Im Enkircher Heimatstuben-Museum finden sich geschichtliche Zeugnisse, die bis in die Römerzeit und noch weiter zurück reichen, unter anderem eine Sammlung mittelalterlicher Bestrafungsgeräte. Einen interessanten Einblick in die Gerichtsbarkeit des 15. Jahrhunderts bietet der „Drilles im Spilles“ im Spielhaus, ein eiserner Drehkäfig, in den Delinquenten gesperrt und öffentlich zur Schau gestellt wurden. Jeder Passant konnte nach Belieben den Käfig in Bewegung versetzen und so die Strafe weiter verschärfen.
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