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Alken


Alken zählt zu den ältesten Orten an der Mosel, hier reichen die Spuren der Besiedelung bis auf die Kelten ins Jahr 450 v. Chr. zurück. Natürlich sind allerorten Zeugnisse der langen und wechselhaften Geschichte zu finden, die bedeutendsten und wichtigsten Funde aus der Zeit der Kelten sind im Landesmuseum Trier zusammengetragen. Doch auch wer in unmittelbarer Umgebung von Alken bleiben möchte, hat reichliche Gelegenheiten, sich mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. So entführt der Themenweg „Zeitreise“ den Wanderer bis hin zurück in die Steinzeit und bietet gleichzeitig noch die Möglichkeit, die herrliche Landschaft aus der Nähe kennen zu lernen.

Bedeutendster Überrest vergangener Zeiten ist die Burg Thurant, die majestätisch hoch über der Mosel thront und einen beeindruckenden Blick über die Mosellandschaft erlaubt. Auf den Überresten einer römischen Anlage aufgebaut und bereits im Jahr 1209 urkundlich erwähnt, gehört sie mit zu den ältesten Burgen an der Mosel. Die gut erhaltene Anlage mit ihren Sälen, Türmen, Weinkeller und einem herrlichen Steingarten vermittelt einen fast schon zu romantischen Eindruck des Ritterlebens im Mittelalter. Wer dieses Burgenflair gerne etwas länger erleben möchte, kann sich auch in der Ferienwohnung innerhalb der Anlage einmieten.

Der Ort Alken selbst besticht durch zahlreiche mittelalterliche Bauten, von denen viele höchst aufwändig restauriert wurden und so ein lebhaftes Bild vergangener Zeiten vermitteln. Steile, schattige Treppen führen zu den Häusern in den Hanglagen, überall findet sich üppiger Blumenschmuck. Schloss Wiltberg ist zwar in Privatbesitz, doch allein die Toreinfahrt mit ihrem barocken Giebelschmuck ist sehenswert. Gleich im Anschluss finden sich Reste eines alten Stadttores, etwas oberhalb beginnt ein kleiner Pfad, der bis zur Dreifaltigkeitskirche auf dem Bleidenberg führt. Nicht verpassen sollte ein Besucher Alkens auch eine Besichtigung der St. Michaelskirche, die über einen wunderschönen Treppenaufgang mit den vierzehn Stationen des Kreuzwegs erreicht wird. Die Kirche geht bis auf das 11. Jahrhundert zurück, gut erhaltene Wandmalereien und Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert verzieren das Innere. Für leichten Gruselfaktor sorgt vielleicht das Beinhaus, das Skelettteile aus dem 14. bis 16. Jahrhundert beherbergt. Zwischen Ostern und Ende Oktober kann die Kirche jeweils an Sonn- und Feiertagen zwischen 14.00 und 17.00 besichtigt werden.

Wer genug von der Geschichte des Ortes gesehen und gehört hat, kann sich nun auch den anderen Vorzügen Alkens zuwenden. Dazu gehört selbstverständlich auch der hervorragende Moselwein aus hiesigen Ortslagen, der in der Propsteiweinstube verkostet werden kann. Vorrangig angebaut werden hier Riesling, Blauer Spätburgunder, Kerner und Dornfelder. Rund um den Wein geht es natürlich auch beim Winzerhöfefest der Alkener Winzer, das jeweils am 3. Augustwochenende stattfindet. Aber auch sonst wissen die Alkener zu feiern, im Juli gibt es das Schützenfest, der Dezember bringt den Weihnachtsmarkt und besonders erwähnenswert ist das Moosemannfest. Das Fest, das jeweils am dritten Fastensonntag stattfindet, erzählt die Geschichte des Junkers Emmerich, der bei einer Belagerung der Burg Thurant, in einem riesigen Moosballen versteckt, den Belagerungsring durchbrach, um Verstärkung zu holen. Inzwischen ist das Fest, bei dem die Moselallee zur „Festmeile“ avanciert, auch in der weiteren Umgebung gut bekannt und lockt zahlreiche Besucher an.

Wer in erster Linie an die Mosel kommt, um die Natur zu genießen, hat auch in Alken viele Möglichkeiten, aktiv zu sein. Wanderwege erschließen nicht nur die unmittelbare Umgebung, Fernwanderwege, wie beispielsweise auch der Jakobsweg, führen an Alken vorbei und laden ein, eine Etappe kennenzulernen. Die Schiffsanbindung erlaubt auch weitere Wanderungen oder Radtouren, dann kann eine Rückfahrt bequem zu Wasser erfolgen.

Unterkünfte in Alken

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 22. Februar 2012